Ciao und Ahoi Guiseppe!
23. Juni 2021

Guiseppe Ferrarese trägt Italien im Herzen, hat das Hafenbecken im Blick und Pizzateig in der Hand. Vor Kurzem hat er seine neue Pizzeria “Al Porto” in der Präsident-Herwig-Straße 37 eröffnet. Trotz Lockdown ist und bleibt der 47-Jährige optimistisch und blickt voller Tatendrang in die Zukunft. Was treibt ihn an und was macht seine Pizza so besonders? Drei Fragen am Pizzaofen.

Moin! In friesischer Kürze: Wer bist du und was machst du?

Ciao, ich bin Guiseppe und habe vor Kurzem das Al Porto hier im Alten Fischereihafen eröffnet. Cuxhaven ist für mich Heimat, ich lebe hier seit 1992. Damals, mit 16, wollte ich eigentlich nach Kanada. Aber in Cuxhaven hatte ich Verwandte, das hat Vieles einfacher gemacht. Und Cuxhaven ist etwas näher an Italien als Kanada. Zuletzt war ich für 10 Jahre wieder in Italien, aber ich bin nun mal hier in Cuxhaven aufgewachsen und habe die Mentalität vermisst. In der Stadt habe ich mich schon immer wohl gefühlt, ich mag die Mischung aus Cuxhavenern und Touristen als meine Gäste. Dann habe ich vom Alten Fischereihafen gelesen und fand das Projekt sehr interessant. Viele meiner Nachbarn hier im Hafen sind super nette Menschen, die ich schon seit einer Ewigkeit kenne. Also habe ich mich entschieden, mit fast 48 Jahren nochmal einen Neustart zu machen.

Kennt Geschichten aus dem AFH seit 1992: Guiseppe Ferrarese

So ein Neustart braucht Mut. Was hat dir den Mut dafür gegeben? Und hast du eigentlich ein Geheimrezept für deine Pizza?

Meine fünf Kinder sind definitiv genug Grund für viel Mut und Motivation. Und ich habe in diesem Job schon mehr als 30 Jahre Erfahrung, von daher gehe ich davon aus, dass ich das auch nochmal hinkriege. Das Geheimrezept für meine Pizza ist Passion! Das Wichtigste ist, etwas mit Herz und Lust zu machen. Und die Zutaten natürlich, die sind auch wichtig. Vieles über das Pizzabacken habe ich von Mama und Oma gelernt. Man guckt zu, man trainiert und man hat’s im Blut. Und über die Jahre hinweg gibt es den Erfahrungsaustausch: Man trifft Kollegen und der eine weiß dieses, der nächste hat einen anderen Tipp. Dann bringt man das alles zusammen und versucht, das beste Ergebnis daraus zu kriegen. Aber Mama und Oma sind und waren immer das Vorbild, was die Küche angeht.

Du hast also von den Besten gelernt. Was wünscht du dir für die Zukunft des Alten Fischereihafens?

Ich sehe hier sehr gute Zukunftschancen, nicht nur für mich persönlich, sondern für ganz Cuxhaven und besonders für junge Leute. Ich hoffe, dass hier Jobs, Perspektiven und Angebote geschaffen werden, sodass junge Menschen hierbleiben. Dafür ist das Projekt eine sehr gute Gelegenheit. Generell finde ich das Projekt super. Auch wenn manches in der Umsetzung vielleicht zwei, drei, vier Jahre dauert – es lohnt sich, zu warten. Ich finde es super, dass man hier schon jetzt Menschen die Möglichkeit gibt, etwas draus zu machen. Wer eine Idee hat, der kann hier etwas draus machen. Und wenn man keine Lust hat, etwas zu machen, hat man Langeweile. Aber hier langweilt man sich nicht.

Grazie für das Gespräch.

Das Al Porto von Innen
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